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22.11.2000

Hugo – Das Geheimnis des kikurianischen Sonnensteins

Nach einigen mehr oder weniger erfolgreichen Konsolen und PC Auftritten kehrt der kultige Kobold Hugo mit „Hugo - Das Geheimnis des kikurianischen Sonnensteins“ zurück auf die gute alte PlayStation. Da die Qualität der vorausgegangenen Spiele nun nicht wirklich immer das Gelbe vom Ei war, stellt sich natürlich die Frage, ob es das neue Hugo Abenteuer besser macht. Eine Antwort auf diese erhaltet ihr selbstverständlich in diesem Review…

Tief im Dschungel liegt das Dorf der Kikurianer. Normalerweise sind sie ein fröhliches Volk, doch seit kurzem ist ihr Dorf in großer Gefahr: Hexana, die böse Hexe, hat Don Kroko damit beauftragt, den nahe liegenden Vulkan mit einem riesigen Felsbrocken zu verstopfen. Und dieser könnte nun jede Minute ausbrechen und das kikurianische Dorf samt Einwohnern vernichten. Wenn jedoch drei magische Sonnensteine gefunden und in der richtigen Konstellation platziert werden, kann unter Sonneneinstrahlung ein mächtiger Strahl erzeugt werden, der den Felsen zerstören würde. Doch alleine sind die Kikurianer hierzu nicht in der Lage – ein Held muss her! Und dies kann natürlich kein anderer als Hugo sein.

Von nun an liegt es an euch, 11 Levels in bester Jump ’n Run Manier zu bestreiten und die Kikurianer zu retten. Auf euren Wegen durch den Dschungel, düstere Katakomben und mystische Grotten gilt es eine Vielzahl von Hüpfeinlagen zu bestehen und Gegner zu besiegen. Leider gestaltet sich ersteres destöfteren ziemlich kompliziert, da die Kamerapositionen nicht immer optimal gewählt wurden und sich auch nicht manuell nachjustieren lassen. So passiert es häufig, dass ihr in einen Abgrund stürzt ohne auch nur eine Chance zum handeln gehabt zu haben. Für Kämpfe mit Gegnern wie El Krokos oder Fleischfressenden Pflanzen habt ihr eine Peitsche als Waffe zur Hand. Doch leider haben die Entwickler auch hier geschlampt: Oftmals gibt es keine Möglichkeit den Gegner zu treffen ohne selbst auch getroffen zu werden. So kann es leicht passieren, dass ihr bereits im zweiten Level mehrmals den Game Over Screen seht. Etwas Abwechslung soll eine Fahrt in einer Minen Lore bringen: Im Grunde eine nette Idee, doch abermals nur schlampig umgesetzt: Die Entfernungen zu Hindernissen lassen sich kaum einschätzen und die Steuerung reagiert etwas träge – Spaß kommt dabei mit Sicherheit nicht auf. Auf eine Speicherfunktion wurde auch gänzlich verzichtet, stattdessen könnt ihr euch mit aus SNES Zeiten bekannten Level Passwörtern rumärgern.

Hinsichtlich der Qualität macht die technische Seite von „Hugo - Das Geheimnis des kikurianischen Sonnensteins“ da weiter, wo das Gameplay aufgehört hat. Die Grafik ist selbst für PlayStation Verhältnisse schlecht und glänzt durch hässlich gestaltete Texturen und Charaktere. Square Enix hat einst mit „Final Fantasy IX“ vorgemacht, wie Filmsequenzen auf der PlayStation auszusehen haben. Mit „Hugo - Das Geheimnis des kikurianischen Sonnensteins“ zeigt ITE Media wie es möglichst nicht sein sollte. Aus musikalischer Sicht gibt es nichts zu berichten, was daran liegen mag, dass so gut wie keine vorhanden ist.

Quelle: Playstationmagazin.de