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25.09.2001

Hugo - Diamantenfieber
Das Tomb Raider Nachwuchstraining

Die dänische Comic-Figur Hugo ist bekannt aus zahlreichen Jugendsendungen und einer der ersten interaktiven Sendeformaten, bei der Zuschauer via Telefon Hugo bei der Jagd auf Hexana, die üble Hexe, steuern konnten. Aus diesem Erfolg wuchsen einige Computerspiele, die es zu Hause möglich machten, mit Hugo Abenteuer zu erleben. Jetzt ist der neueste Teil für die Playstation erschienen.

Das Spiel:
Die Handlung ist schnell erzählt und verstanden. Hugo wird auf eine ferne Insel in einem Fantasie-Land gerufen, auf der die Einwohner-Wesen durch Hexana und ihre bösen Krokodilshelfer unterdrückt werden. Hugo muss Hexana unbedingt davon abhalten Zaubertropfen zu finden, die ihr zu einer unendlichen Macht verhelfen. Und nun läuft Hugo los. Durch Dschungel, Höhlen, über Berge und Schluchten am Strand und durch Bergwerke. Hugos Weg ist lang und mühsam. Der Weg wäre aber leicht zu meistern, wären da nicht die zahlreichen umtriebigen Helfer von Hexana, die nichts besseres zu tun haben, als Hugo im Weg zu stehen und ihn anzugreifen. Aber das Fabelwesen Hugo hat verschiedene Möglichkeiten den Unwegsamkeiten zu begegnen - den Angreifer mit seinem Schwanz schlagen, sich ducken, springen oder einfach wegrennen. Also ein typischer Vertreter der Kategorie Jump and Run im Comic-Format, denkt man.
So ist denn die Bedienung auch leicht zu verstehen und einprägbar. Dank zahlreicher Leben im "Einfach-Modus" lässt es sich auch bald voran kommen. Aber es gibt auch bald Stellen die man nicht sofort überwindet. Wie kommt man zum Beispiel an diesen blöden Muscheln vorbei? Da muss man schon Üben und
das ist auch gut so. Das Spiel macht den Spieler an den schwierigeren Stellen genau das Maß wütend, das ihn zu Höchstleistungen anspornt. Frei nach dem Motto - "das muss doch zu schaffen sein!" Möglicherweise ist das bei Kindern etwas anders gelagert - bringen sie doch die Energie auf, wichtige Techniken schnell zu erlernen.
Also der Spielwitz stimmt - er kompensiert auch sehr schnell die Abneigung gegen die vielleicht nicht ganz so packende Ausgangshandlung. Was ist mit der Technik? Die Grafik ist gut und beleidigt auch nicht Playstation 2 Spieler. Die Perspektive wandelt zeitweise, aber nicht in störender Form. So bekommt das Spiel schon ein wenig von einem interaktiven Zeichentrickfilm. Was ein wenig nervt ist die nicht vorhandene Speichergelegenheit. Das Spiel arbeitet nach der altertümlichen Methode - "Spiele ein Level zuende und merke Dir einen 20 Zeichen Code". Das mochte zu Zeiten der teuren Speicherpreise eine Alternative sein, aber Stand heute stört es. Außerdem kann das Hauptklientel des Spieles, die Kinder, auch nicht immer nur in 10-20 Minuten pro Level Einheiten leben, diverse Mütter wären dagegen. Je weiter man im Spiel voran kommt um so häufiger kommen neue Effekte dazu, die das Hugo-Leben zwar nicht unbedingt erleichtern, aber das Spiel spannend halten. So erlebt man neben immer tückischeren Wesen auch vereiste Felsen und fragt sich doch warum man an dieser Stelle immer wegrutscht. Und so gibt es immer neue Grafiken und Gimmicks die doch recht liebevoll geraten sind.

Fazit:
Ein unterhaltsames Spiel für Jung, aber auch für Alt mit einfacher Bedienung und guter, liebervoller Grafik, wenn man die etwas hölzernen Filmeinspielungen mal unterschlägt. Als Kritik muss man aber klar anbringen - wie immer sind die Bösen Spinnen und Krokodile. Und dann muss man sich eben nicht wundern, wenn es in ein paar Jahren wieder ein paar Spinnenhasser mehr gibt.

Quelle: Rheinland.de