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30.04.2002

Hugo: Das Geheimnis der Meere

Und weiter geht’s mit Hugo – diesmal verschlägt es ihn in „Hugo – Das Geheimnis der Meere“ unters Wasser, um endlich mal nicht seine Familie aus den Fängen von Hexana zu retten, sondern um einen alten Schatz zu suchen. Hugo hat nämlich die alten Tagebücher seines Großvaters, Kapitän Schaumbart, gefunden und stellt schnell fest, dass dieser vor langer Zeit mit einem kostbaren Schatz an Bord über die sieben Meere segelte. Dummerweise wurde er auf seiner Rückreise von seinem alten Erzfeind Kapitän Krakauer und dessen berüchtigter Piratenbande angegriffen. Ganz klar, dass das Schiff (inkl. Schatz) gesunken ist und Schaumbart zusammen mit seiner Crew in einem Rettungsboot geflüchtet ist. Allerdings hat Kapitän Krakauer damals eine Schatzkarte angefertigt, auf dem die genaue Lage des Schatzes verzeichnet ist. Dummweise hat er diese aber in vier verschiedene Teile zerrissen – und wer muss jetzt wohl die einzelnen Teile suchen? Richtig, unser aller Freund Hugo.

Also schwingt er sich in sein U-Boot, schippert auf den Meeresgrund und kann hier nun viele Abenteuer erleben. Zu des Spielers Verwunderung handelt es sich bei „Hugo – Das Geheimnis der Meere“ nämlich mal nicht um eines der typischen Simpel-Action-Games, die sonst von ITE veröffentlicht wurden, sondern um eine interaktive Enzyklopädie, in der man auf Entdeckungsfahrt durch die Weltmeere gehen darf. Schnell wird klar, dass es sich hier weniger um ein Spiel handelt als um eine immerhin recht informativ aufgemachte Sammlung von Texten, Grafiken und mehr rund um die Unterwasserwelt. So kann man mit seinem U-Boot die unterschiedlichsten Meeresbewohner an den verschiedenen Teilen der See aufspüren, sich diese durch die Bullaugen anschauen und weitere Infos erhalten, ebenso wie man jeweils wissenswerte Texte über den Lebensraum erfährt. Natürlich kann man sein U-Boot mehr oder weniger aktiv steuern, in dem man die Höhe bestimmt und so an immer neue Orte gelangt. Ist man nun auf eines der Tiere getroffen (die recht umfangreich enthalten sind – von vielen Fischen, bis hin zu Walen, Haien oder Robben ist alles dabei), kann man dieses mit der Maus anklicken und wird dann mit den entsprechenden Informationen versorgt. Zusätzlich darf man das Tierchen auch noch auf eine Waage legen um das entsprechende Gewicht zu erfahren.

Und wo bleibt da das Spiel? Nun, auf der Jagd nach dem Schatz und den einzelnen Schnipseln der Karte, warten natürlich noch Erzfeind Kapitän Krakauer und seine Mannen! Daher gibt es verschiedene Wettbewerbe im Spiel, in denen sich die Meerestiere in den Disziplinen Schnelligkeit, Gewicht, Tauchen und Eierlegen messen müssen. Dazu darf man als Spieler nun Kraken, Feuerfische oder andere Tiere füttern, muss vor Haien und Seeschlangen flüchten und einige kleinere Rätsel lösen. Letztendlich fällt relativ schnell auf, dass der eigentliche Sinn des Programms natürlich die Informationen sind und das Spiel als solches nur ein kleines Drumherum ist. Immerhin, grafisch kann sich das ganze durchaus sehen lassen, wenngleich die reinen Mini-Spiele doch schon etwas arg einfach gehalten sind. Dafür ist die tonale Begleitung – zwar hugo-typisch teilweise etwas albern – insgesamt gelungen und überzeugt mit Sprachausgabe und guter Musik. Steuerungstechnisch gibt es kaum etwas auszusetzen, die Menüs sind übersichtlich, die Möglichkeiten vielfältig und Informationen zumeist problemlos abrufbar. Als kleinen Bonus gibt es sogar noch Bildschirmschoner mit Tieren des Ozeans auf der CD, die sicherlich die jüngeren Fans, für die das Produkt primär gedacht ist, erfreuen werden.

Quelle: PCspielemagazin.de